Bundestagswahl 1987 - Wahl zum 11. Deutschen Bundestag

25.01.1987

Bundestagswahl 1987

1987 fand am 25. Januar nach der letzten Wahl 1983 wieder eine Bundestagswahl statt. Es war die Wahl zum 11. Deutschen Bundestag. Die Wahl 1987 war außerdem die letzte Wahl vor der deutschen Wiedervereinigung 1990.

Als Kanzlerkandidat trat Johannes Rau (SPD) gegen den amtierenden Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) an. Rau war seit 1978 Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen. Dort hatte er 1980 und 1985 sehr gute Wahlergebnisse erzielt und die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Ein wichtiges Thema im Wahlkampf war das Asylrecht.
 

Ergebnis der Bundestagswahl 1987

Die kleinen Parteien gewannen in der Wahl 1987 dazu, die großen Parteien verloren. So büßte die CDU/CSU 4,5 Prozent der Stimmen ein und erhielt mit 44,3 Prozent ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis seit 1949.

Die SPD verlor 1,2 Prozent und fiel damit auf 37,0 Prozent. Die FDP gewann 2,1 Prozent (auf 9,1) und die Grünen gewannen 2,7 Prozent (auf 8,3).

Das Ergebnis der Bundestagswahl 1987:
CDU/CSU 44,3 % (minus 4,5 Prozent)
SPD         37,0 % (minus 1,2 Prozent)
FDP           9,1 % (plus 2,1 Prozent)
Grüne        8,3 % (plus 2,7 Prozent)

Die Koalition von CDU und FDP konnte sich damit behaupten. Helmut Kohl wurde erneut zum Bundeskanzler gewählt. Er bildete sein drittes Kabinett (Kabinett Kohl III). Hans-Dietrich Genscher blieb Außenminister und Vizekanzler. Innenminister blieb Friedrich Zimmermann bis zu seinem Tod 1989, dann trat Wolfgang Schäuble seine Nachfolge an. Finanzminister war zunächst Gerhard Stoltenberg, der dann Verteidigungsminister wurde, und dann Theo Waigel. Johannes Rau kam nicht nach Bonn, sondern blieb Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Von 519 Sitzen im Bundestag fielen 282 an die schwarz-gelbe Koalition, davon 234 an die CDU/CSU und 48 an die FDP. Die Opposition erhielt 237 Sitze. Von diesen entfielen 193 an die SPD und 44 an die Grünen.